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Biohof Kettler, Peigarten


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Biohof Kettler, Peigarten

Interview mit Familie Kettler:

Familie Kettler stellt sich vor …
Wir, Johann und Ingrid, stammen beide aus Peigarten. Verheiratet sind wir seit 1979 und wir haben 5 Kinder. Unser Ältester wurde 1980 geboren, der Jüngste 1991. Die schulische und berufliche Ausbildung unserer Kinder geht zwar in andere Richtungen als die der Landwirtschaft, aber ist es notwendig, sind sie gerne bereit mitzuarbeiten. Weiters werden wir von unseren Eltern noch tatkräftig unterstützt. So können wir auch ein wenig unseren Hobbies nachgehen.

Erzählen Sie uns die Geschichte Ihres Hofes und wie ist Ihr Unternehmen heute aufgestellt?

1980 haben wir den elterlichen Betrieb übernommen. Es ist dies ein reiner Ackerbaubetrieb. Bereits 1983 begannen wir mit Alternativkulturen "naturnah" zu experimentieren und schon 1987 stellten wir wagemutig aber sicher in der Sache den gesamten Betrieb auf organisch-biologische Wirtschaftsweise um.
Anfangs haben wir unsere Produkte nur an Großabnehmer verkauft. Da wir immer wieder von Bioläden angesprochen wurden, und uns diese Vertriebsart ermöglicht, unsere Produkte möglichst nahe an unsere Endkunden zu bringen, begannen wir bereits 1992 die Zusammenarbeit mit einzelnen Naturkostgeschäften. Wir veredelten unsere Produkte und lieferten an Naturkostgeschäfte. 1993 gründeten wir dann die "Kettler GesmbH". Wir verarbeiten und liefern fast ausschließlich auf unserem Hof erzeugte landwirtschaftliche Produkte. Neben den Familienmitgliedern beschäftigen wir heute noch einen Traktorfahrer, bei Bedarf Saisonarbeiter und eine Teilzeitkraft für die Verpackung.

Wie sieht Ihre Arbeitsweise aus, bzw. wie entstehen Ihre BIO Produkte?
Das A und O der biologischen Landwirtschaft ist ein Kreislaufdenken mit einer ausgewogenen Fruchtfolge. Der Anteil von Getreide beträgt daher ca. 30% der Gesamtfläche. Ein Drittel besteht aus dem Anbau von Stickstoffsammelpflanzen, den Leguminosen, und auf einem weiteren Drittel wachsen verschiedene Alternativkulturen wie etwa Sonnenblumen oder Leinsamen. Sämtliche Ernterückstände wie Stängel und Stroh verbleiben am Feld und werden so wieder zu wertvollem Dünger. Durch Hacken und Striegeln werden Beikräuter reguliert und Stickstoff für die Pflanzen verfügbar gemacht.
Die Rohprodukte unseres Betriebes werden ausschließlich außer Haus von technisch gut ausgestatteten Betrieben im Lohn bearbeitet. So wird die Rohware gereinigt, entsteint und teilweise auch gebürstet. Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Hirse werden durch ein Fotozellenauslesegerät nochmals verlesen und kommen im 25 kg Sack zu uns zurück, wo wir in Handarbeit Kleinpackungen abpacken.
Vollmehle werden mit einer Kegelmühle schonend gemahlen.
Auf der eigenen Ölpresse werden diverse Ölsaaten zu hochwertigen, "kalt gepressten" Ölen verarbeitet. Nach dem Absetzen wird teilweise gefiltert und in Flaschen gefüllt.

Sie bieten u.a. auch Urkorn Getreidesorten an?
Die Kultivierung von alten und seltenen Pflanzen war immer eine besondere Herausforderung für uns. So wachsen auf unseren Feldern nicht nur Weizen, Gerste und Hafer, sondern auch Waldstaudekorn (Johannesroggen), Einkorn und Emmerweizen, Korasanweizen (Pharaonenkorn®), Saflordistel oder Braunhirse, Hülsenfrüchte, Ölfrüchte, und Futterpflanzen.

Woher beziehen Sie Ihr Saatgut?
Das verwendete Saatkorn stammt entweder von unserem eigenen Anbau oder ist zugekauftes originales BIO Saatgut.

Welches ist das meist gekaufte Produkt bei Ihnen?
Das ist unterschiedlich und auch von der Saison abhängig. Viel gekauft wird Dinkel, Buchweizen, Hirse, Sonnenblumen, etc.

Wie /Womit düngen Sie Ihre Felder?
Wir machen Flächenkompostierung – es verbleiben sämtliche Ernterückstände auf dem Feld. Das macht unsere Erde so gesund.

Wo vertreiben Sie Ihre Produkte?
Der Vertrieb unserer Produkte geschieht über den Naturkostfachhandel und Bauernläden in fast ganz Österreich.

Weitere Informationen finden Sie übrigens auch im Internet
unter http://www.biohof-kettler.at/


Wir gratulieren zu Ihren tollen Produkten und danken für das Interview.



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